Vielfalt pur

Mit dieser Seite möchten wir Ihnen die Kartoffel wieder näher bringen

Peru-Bauer

Das Ursprungsland der Kartoffel ist Peru.1570 brachten Seefahrer einige Knollen von ihren Reisen mit nach Europa. Doch es sollte noch fast 150 Jahre dauern, bis aus der exotischen Frucht ein richtiges Lebensmittel werden sollte.
Zuerst verwendete man die Blüten als Schmuck und probierte die kleinen grünen Früchte und die Blätter – Bauchschmerzen und Übelkeit waren die Folgen der Mahlzeit.

Kartoffelpflanze

Die eigentlichen Früchte unter der Erde fanden wenig Anklang. Somit hatte die Kartoffel einen schweren Start und wurde ehr als Zierpflanze im Garten reicher Leute gepflanzt.
Zufällig entdeckte ein Bauer, als er das Kartoffelkraut verbrannte, dass sich die Knollen im Feuer veränderten. Zu seiner Überraschung schmeckte das Ergebnis sehr gut.
Damit begann der Siegeszug der “tollen Knolle”.
Die Hungersnot im 30jährigen Krieg konnten die Menschen nur dank der Kartoffel überleben.

Friedrich

Aber erst Friedrich der Große verschaffte der Kartoffel mit einer List den Durchbruch in ganz Deutschland: Er ließ ein Kartoffelfeld von Soldaten bewachen, gab aber den Befehl,  mögliche Diebe nicht zu bestrafen. Das weckte die Neugier in der Bevölkerung, wenn etwas bewacht wird, so muss es auch wertvoll sein. Der Plan ging auf, bald waren Kartoffeln das Hauptnahrungsmittel.
Einen Höhepunkt erreichte der Kartoffelkonsum Mitte des 19. Jahrhunderts mit einem Jahresverbrauch von 285 kg pro Person, vom Säugling bis zum Greis.
Das hat sich seither grundlegend verändert: 2012 stieg der Verbrauch zwar von 56,8 kg auf 65,7 kg, aber nur die Hälfte davon werden als frische Kartoffeln gegessen, die andere Hälfte sind Cips, Pommes und andere Fertigprodukte.

Hier müssen wir etwas tun, damit die Frische wieder auf die Teller kommt!
Mehr Informationen zum Thema Kartoffel unter: Sorten und Anbau